Bausteine kognitiver Kunstgeschichte Baxandall-Methode
Das Projekt widmet sich der Aufarbeitung eines bislang kaum beachteten methodischen Vermächtnisses von Michael Baxandall, der schon in den 1970er Jahren kognitive Ansätze in die Kunstgeschichte einbrachte und diese bis zu seinem Spätwerk weiterentwickelte.
Baxandalls Ambitionen galten keineswegs nur der Sozialgeschichte der Kunst, für die er im Fach heute als wesentlicher Gewährsmann gilt. Vielmehr soll die kognitivistische Dimension in Baxandalls Denken verfolgt werden, von seinem Begriff des „kognitiven Stils“ (Painting and Experience, 1972) bis zur Inanspruchnahme neuronaler Netze (in späten Texten seit Mitte der 1990er Jahre). Ziel ist die Rekonstruktion einer kognitionshistorisch orientierten „Baxandall-Methode“, die nicht zuletzt Impulse für eine neue kognitive Kunstgeschichte geben kann.
Projektverantwortung: Dr. Michael Hoff
geplante Laufzeit: 2025–2027
