Kunst und Raum im Film – Die vier Wände Das Fenster zum Hof

  • Mittwoch, 14. Mai 2025, 19:30 Uhr
  • Gloria & Gloriette Kino · Hauptstraße 147 · 69117 Heidelberg
    • Sabrina Vogelbacher, Universität Heidelberg, Institut für Europäische Kunstgeschichte

Nach einem Unfall ist der Sensationsfotograf Jeffries an den Rollstuhl gefesselt. Neben den gelegentlichen Besuchen seiner Verlobten, bleibt ihm nur der Blick aus dem Fenster in einen Hinterhof als alltägliche Beschäftigung. Aus den – natürlich indiskreten – Einblicken in die Fenster der gegenüberliegenden Wohnungen ergeben sich Geschichten. Ein Mann komponiert ein Musikstück, ein Paar verlebt Flitterwochen. Ein anderer Mann beginnt, sich seltsam zu verhalten. Langsam kommt in dem zur Untätigkeit verurteilten Beobachter ein Verdacht auf. Ein Mord könnte geschehen sein. […] Mit einer einzigen Szene als Ausnahme bleibt die Kamera bei James Stewart. […] Ein sehr spannender, dramaturgisch ausgefeilter Film ohne Schockeffekte. Einer der stilistisch klarsten und originellsten Filme Hitchcocks voller atemloser Spannung, weil der Zuschauer bald merkt, dass die Situation Jeffries der seinen gleicht. — Inhaltsbeschreibung (gekürzt) von filmdienst.de

Das Fenster zum Hof
USA 1954 · Regie: Alfred Hitchcock · OmU

Tickets
10 € regulär · 8 € ermäßigt · 7 € für Studierende 
ggf. Zuschlag bei Überlänge

Filmstill aus Das Fenster zum Hof

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Folgt man der Filmtheorie, sind Filme aus unterschiedlichen Räumen konstruiert: Der „Bildraum“ etwa beschreibt die Raumverhältnisse in einer einzelnen Einstellung. Den „Architekturraum“ bildet das arrangierte Ensemble von Landschaft, Gebäuden und Objekten. Der „Filmraum“ bezeichnet den imaginären Raum, den das Publikum mit Hilfe aller vom Film angebotenen Einzelteile in der Vorstellung zusammensetzt. Dieser „szenische Raum“ wird wiederum aus unterschiedlichen Bezugsgrößen geformt: aus den einzelnen Einstellungen, der Montage und dem Ton. Manche Filme bilden darüber hinaus symbolische Raummodelle aus, indem beispielsweise dem Innen ein Außen gegenübergestellt wird, oder einzelnen Räumen besondere Bedeutungen und Regeln auferlegt, oder psychische Veränderungen der Figuren symbolisiert werden. Wie der Filmwissenschaftler Hans Jürgen Wulff zudem betont, korreliert die Raumdarstellung dabei insbesondere mit Strategien der Subjektivierung.Filmreihe im Sommersemester 2025

Poster der Filmreihe Kunst und Raum – Die vier Wände im Film