Kunst und Raum im Film – Die vier Wände The Innocents
- Mittwoch, 4. Juni 2025, 19:30 Uhr
- Gloria & Gloriette Kino · Hauptstraße 147 · 69117 Heidelberg
- Sascha Rothbart, Universität Heidelberg, Romanisches Seminar
Eine junge Gouvernante widmet sich der Erziehung zweier äußerlich wohlerzogener Waisenkinder in einem entlegenen Landhaus. Bald entdeckt sie seltsame Verhaltensweisen der Kinder und beobachtet rätselhafte Erscheinungen. Immer mehr schenkt sie alten Geschichten Glauben, nach denen ein ehemaliger Verwalter und eine frühere Betreuerin der Kinder als böse Mächte von den Kindern Besitz ergriffen haben. Intelligenter, mit subtilen Mitteln inszenierter Thriller, der alptraumhaft die morbide Atmosphäre der Vorlage von Henry James beschwört und virtuos die Schwebe zwischen übersinnlicher Gespenstergeschichte und Wahnwelt einer überspannten jungen Frau hält. Herausragend die Leistung der Hauptdarstellerin Deborah Kerr. — Inhaltsbeschreibung (gekürzt) von filmdienst.de
Adresse
Gloria & Gloriette – Filmkunsttheater Heidelberg
Hauptstraße 147
69117 HeidelbergVeranstaltungstyp
Filmvorführung
Homepage Veranstaltung
The Innocents
UK 1961 · Regie: Jack Clayton · OmU
Tickets
10 € regulär · 8 € ermäßigt · 7 € für Studierende
ggf. Zuschlag bei Überlänge

Alle Termine der Veranstaltung 'Kunst und Raum im Film – Die vier Wände'
Folgt man der Filmtheorie, sind Filme aus unterschiedlichen Räumen konstruiert: Der „Bildraum“ etwa beschreibt die Raumverhältnisse in einer einzelnen Einstellung. Den „Architekturraum“ bildet das arrangierte Ensemble von Landschaft, Gebäuden und Objekten. Der „Filmraum“ bezeichnet den imaginären Raum, den das Publikum mit Hilfe aller vom Film angebotenen Einzelteile in der Vorstellung zusammensetzt. Dieser „szenische Raum“ wird wiederum aus unterschiedlichen Bezugsgrößen geformt: aus den einzelnen Einstellungen, der Montage und dem Ton. Manche Filme bilden darüber hinaus symbolische Raummodelle aus, indem beispielsweise dem Innen ein Außen gegenübergestellt wird, oder einzelnen Räumen besondere Bedeutungen und Regeln auferlegt, oder psychische Veränderungen der Figuren symbolisiert werden. Wie der Filmwissenschaftler Hans Jürgen Wulff zudem betont, korreliert die Raumdarstellung dabei insbesondere mit Strategien der Subjektivierung.Filmreihe im Sommersemester 2025
