Kunst und Raum im Film – Die vier Wände Vortex
- Mittwoch, 18. Juni 2025, 19:30 Uhr
- Gloria & Gloriette Kino · Hauptstraße 147 · 69117 Heidelberg
- Sascha Rothbart, Universität Heidelberg, Romanisches Seminar
Ein altes Ehepaar, er Filmjournalist, sie Psychoanalytikerin, lebt seit Jahrzehnten zusammen in einer Pariser Altbauwohnung. Nach vielen gemeinsam erlebten Jahren lässt das Gedächtnis der Frau rapide nach, sodass sie den Alltag kaum noch meistern kann, während ihr Mann noch aktiver im Leben steht. Angesichts ihres unterschiedlichen Zustands werden sie mit der Erkenntnis konfrontiert, für sich allein sterben zu müssen. Eine intime, behutsame Studie des altersbedingten Verfalls und der Gewissheit über die Unausweichlichkeit des Todes, die durch die detaillierte Abbildung des Alltags eine große Nähe erzeugt. Indem der Film weitgehend mit Splitscreen arbeitet, macht er die Vereinzelung der Hauptfiguren plastisch greifbar. — Inhaltsbeschreibung (gekürzt) von filmdienst.de
Adresse
Gloria & Gloriette – Filmkunsttheater Heidelberg
Hauptstraße 147
69117 HeidelbergVeranstaltungstyp
Filmvorführung
Homepage Veranstaltung
Vortex
F 2021 · Regie: Gaspar Noé · OmU
Tickets
10 € regulär · 8 € ermäßigt · 7 € für Studierende
ggf. Zuschlag bei Überlänge

Alle Termine der Veranstaltung 'Kunst und Raum im Film – Die vier Wände'
Folgt man der Filmtheorie, sind Filme aus unterschiedlichen Räumen konstruiert: Der „Bildraum“ etwa beschreibt die Raumverhältnisse in einer einzelnen Einstellung. Den „Architekturraum“ bildet das arrangierte Ensemble von Landschaft, Gebäuden und Objekten. Der „Filmraum“ bezeichnet den imaginären Raum, den das Publikum mit Hilfe aller vom Film angebotenen Einzelteile in der Vorstellung zusammensetzt. Dieser „szenische Raum“ wird wiederum aus unterschiedlichen Bezugsgrößen geformt: aus den einzelnen Einstellungen, der Montage und dem Ton. Manche Filme bilden darüber hinaus symbolische Raummodelle aus, indem beispielsweise dem Innen ein Außen gegenübergestellt wird, oder einzelnen Räumen besondere Bedeutungen und Regeln auferlegt, oder psychische Veränderungen der Figuren symbolisiert werden. Wie der Filmwissenschaftler Hans Jürgen Wulff zudem betont, korreliert die Raumdarstellung dabei insbesondere mit Strategien der Subjektivierung.Filmreihe im Sommersemester 2025
